Erfolgreich in Sozialkompetenzen weitergebildet

Fünfzehn von ACCESS begleitete Arbeitnehmer sind „Fit im Job“
„Ich möchte das Zertifikat bekommen, weil ich so viel gelernt habe. Das hat mir total Spaß gemacht, mit anderen zusammen zu lernen,“ erwiderte eine Seminarteilnehmerin auf die Frage, wofür das Teilnahmezertifikat für sie stehe.

Das Zertifikat über ihre Teilnahme bei „Fit im Job“, der Sozialkompetenzreihe von ACCESS für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, hat sich die Teilnehmerin redlich verdient. Gemeinsam mit vierzehn weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern besuchte sie nach ihrer Arbeitszeit berufsbegleitend die Schulungsreihe, um ihre Sozialkompetenzen weiter zu verbessern. Die Teilnehmenden besprachen z. B.  wie gute Kommunikation im Berufsleben funktioniert. In Rollenspielen übten sie Gesprächssituationen im Verkauf und mit Kollegen und reflektierten diese.
 „Jeder Arbeitnehmer kennt das: Es gibt Kunden, mit denen ein Verkaufsgespräch wunderbar läuft und Kolleginnen, mit denen Zusammenarbeit Spaß macht – und andere, mit denen beides schwierig ist. Wir üben hier vor allem, souverän und zielführend in schwierigen Situationen zu reagieren“, so Björn Ballbach, der als Bildungscoach im Projekt Karriereplanung inklusive arbeitet. Hierfür hatte der Inklusionsberater und ehemalige Schauspieler viele praktische Tipps parat, die von den Teilnehmenden begeistert umgesetzt wurden.
Besonders viel Anklang fand das Modul „Umgang mit Stress“. Beim nächsten Treffen berichteten mehrere Teilnehmer, wie ihnen die eingeübten Verhaltensweisen geholfen haben, entspannt zu bleiben. „Ich möchte das Zertifikat bekommen, weil ich mit Stress nun nach der Fortbildung besser umgehen kann“, erklärte eine weitere Teilnehmerin.
Nach fünf Modulen mit Titeln wie: „Meine Welt und die der Anderen“ und „Umgang mit (schwierigen) Menschen “ ziehen die Bildungscoaches von ACCESS Bilanz: „Alle haben engagiert geübt und reflektiert. Da sie auch ihre „Hausaufgaben“ gemacht und beim nächsten Modul davon berichtet haben, wissen wir, dass der Transfer in den beruflichen Alltag funktioniert“ sagt Claudia Drechsel, die zweite Trainerin. Und was hat sie besonders beeindruckt? „Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren nach anstrengenden Arbeitstagen in ihrer Freizeit hier, um sich für ihre Arbeit weiter zu bilden. Alle waren immer da und fleißig. Das ist eine Menge Einsatz und sagt uns, dass wir mit unserem Ansatz, sehr gute Weiterbildungen für Arbeitnehmer mit kognitiven Einschränkungen anzubieten, goldrichtig liegen.“
Das Projekt Karriereplanung inklusive wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Projektlaufzeit ist bis April 2018 festgelegt. Anfragen beantworten gerne die Bildungscoaches unter der Tel. 0911-3009022. (CD)